Lohnsteuer | Änderung bei der steuerlichen Behandlung von außerordentlichen Einkünften ab dem VZ 2025 (FinMin)
Außerordentliche Einkünfte, wie z.B. Abfindungen oder Arbeitslohn für mehrere Jahre, die unter die Tarifermäßigung nach § 34 EStG fallen, werden ab dem VZ 2025 nicht mehr im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigt. Hierauf macht das Thüringer Finanzministerium aufmerksam. Hintergrund: Außerordentliche Einkünfte können gem. § 34 Abs. 1 und 2 EStG nach der sog.…
Lohnsteuerliche Behandlung von Aufwendungen für ein Gesundheitstraining der Arbeitnehmer
Übernimmt ein Arbeitgeber Aufwendungen für die Teilnahme seiner Arbeitnehmer an gesundheitsfördernden Maßnahmen, stellt sich die Frage, ob die übernommenen Kosten als geldwerter Vorteil der Lohnsteuer unterliegen. Das FG Nürnberg hat in seinem Urteil vom 08.05.2025 (Az. 4 K 438/24; Rev. BFH VI R 9/25) entschieden, dass jedenfalls dann steuerbarer Arbeitslohn…
„Workation“ – Ertragsteuerliche Konsequenzen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer
„Workation“ bezeichnet den kurzzeitigen Wechsel des Arbeitsorts, um hierdurch Arbeit („work“) mit Urlaub („vacation“) zu verbinden. Neben privaten Motiven des Arbeitnehmers, sehen Arbeitgeber in dem Angebot auch eine Möglichkeit der Mitarbeiterbindung und -motivation. Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber über die Durchführung einer Workation können sich in ihrer Ausgestaltung erheblich unterscheiden.…
Einkommensteuer | Pauschalierung bei Betriebsveranstaltungen
Seit 2015 ist der Begriff der Betriebsveranstaltung in § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a Satz 1 EStG gesetzlich definiert als Veranstaltung auf betrieblicher Ebene mit gesellschaftlichem Charakter. Diese Definition gilt laut BFH auch für die Inanspruchnahme der Lohnsteuerpauschalierung nach § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EStG…
Behandlung der privaten Nutzung von Elektro-Fahrrädern und Pedelecs
Elektro-Fahrräder und Pedelecs haben in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit gewonnen. Sie stellen eine umweltfreundliche Alternative zum Auto dar und sind besonders in städtischen Gebieten ein praktisches Fortbewegungsmittel. Neben den Aspekten Nachhaltigkeit und Gesundheit gibt es auch steuerliche Vorteile, die sowohl für Unternehmer als auch für Arbeitnehmer von Interesse…
Lohnsteuer | Überlassung fahrradtypischen Zubehörs
Die Überlassung von betrieblichen Fahrrädern wird immer beliebter. Erfolgt die Überlassung eines Fahrrades, das kein Kraftfahrzeug ist, zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn, ist sie steuerfrei. Erfolgt sie im Rahmen einer Gehaltsumwandlung kann die Steuerbefreiung nicht in Anspruch genommen werden. In diesem Fall ist ein geldwerter Vorteil zu versteuern. Dieser beträgt…
Einkommen-/Lohnsteuer | Anforderungen an die Ordnungsmäßigkeit eines elektronisch geführten Fahrtenbuchs
Ein elektronisches Fahrtenbuch erfüllt dann nicht die Anforderungen an den ordnungsgemäßen Nachweis des tatsächlichen Umfangs der Privatnutzung eines betrieblichen Kfz, wenn nachträgliche Änderungen an den zu einem früheren Zeitpunkt eingegebenen Daten nicht in der Datei selbst, sondern in externen Protokolldateien dokumentiert werden. Und dem Erfordernis der zeitnahen Führung werde nicht…
Lohnsteuer | Anforderungen an ein mit einem Computerprogramm erzeugtes Fahrtenbuch
Wird ein Fahrtenbuch als nicht ordnungsgemäß verworfen, ist der geldwerte Vorteil aus der Dienstwagennutzung ‒ wie in dem angegriffenen Haftungsbescheid geschehen ‒ auf Grundlage der 1%-Regelung anzusetzen Das ist z. B. der Fall, wenn das Fahrtenbuch keine geschlossene äußere Form aufweist oder die Eintragungen nicht zeitnah erfolgen (Urteil FG Düsseldorf…
Lohnsteuer | Welche Zuwendungen werden nicht von der Regelung des § 37b EStG erfasst?
Für kleine und größere Geschenke an eigene Mitarbeitende und an Geschäftsfreunde gibt es die Möglichkeit der pauschalen Steuerübernahme mit einem Steuersatz von 30 Prozent nach § 37b EStG. Von § 37b EStG werden nur solche Zuwendungen erfasst, die betrieblich veranlasst sind und die beim Empfänger dem Grunde nach zu einkommensteuerbaren…
Betriebsveranstaltungen | Bei der Umsatzsteuer ticken die Uhren anders
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat sich mit Urteil vom 10.5.2023 zur Frage des Vorsteuerabzugs aus Betriebsveranstaltungskosten geäußert (Az. V R 16/21). Während die bisherige 110 Euro-Grenze im Lohnsteuerrecht seit 2015 ein Freibetrag ist (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG), wird für den Vorsteuerabzug weiterhin von einer Freigrenze ausgegangen.…
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