Lohnsteuerliche Behandlung von Aufwendungen für ein Gesundheitstraining der Arbeitnehmer
Übernimmt ein Arbeitgeber Aufwendungen für die Teilnahme seiner Arbeitnehmer an gesundheitsfördernden Maßnahmen, stellt sich die Frage, ob die übernommenen Kosten als geldwerter Vorteil der Lohnsteuer unterliegen. Das FG Nürnberg hat in seinem Urteil vom 08.05.2025 (Az. 4 K 438/24; Rev. BFH VI R 9/25) entschieden, dass jedenfalls dann steuerbarer Arbeitslohn…
Gewerbesteuerliche Folgen der Abfärbewirkung
Die Finanzverwaltung hatte bisher die BFH-Rechtsprechung zu den gewerbesteuerlichen Folgen aus umqualifizierten Beteiligungseinkünften mit einem Nichtanwendungserlass belegt. Dieser frühere Erlass wurde nun aufgehoben. Der BFH hatte seinerzeit mit Urteil vom 6.6.2019 (Az. IV R 30/16) zu einer bisher nur vermögensverwaltenden GmbH & Co. KG entschieden, dass deren Einkünfte aus Vermietung…
Gesetzgebung | Rechengrößen der Sozialversicherung (Bundesrat)
Der Bundesrat hat am 21.11.2025 der Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2026 (Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026) zugestimmt (BR-Drucks. 567/25 (Beschluss)). Danach gelten die folgenden Werte:
Arbeitsrecht: Mindestlohn steigt in zwei Stufen (Bundesregierung)
Der gesetzliche Mindestlohn wird zum 1.1.2026 auf 13,90 € brutto in der Stunde steigen und ein Jahr später auf 14,60 € brutto. Das Kabinett hat den Weg für die Erhöhung freigemacht – es hat die Empfehlung der Mindestlohnkommission vom Juni per Verordnung umgesetzt. Hierzu führt die Bundesregierung u.a. weiter aus:…
Rechtliche Folgen beim Tod eines GmbH-Gesellschafters
Ca. 3,2 Mio. geführte Familienunternehmen stehen für Arbeitsplätze in Deutschland. In vielen Fällen kann eine ungeregelte oder fehlerhafte Nachfolge mit dem wichtigen Ziel der Arbeitsplatzerhaltung und Arbeitsplatzschaffung und dem Erhalt des Familienunternehmens als Einkunftsquelle der Familie kollidieren. In diesem Umfeld stehen ca. 1,9 Mio. Unternehmen in der Rechtsform der GmbH.…
Einkommensteuer | Keine Sonderabschreibung für neue Mietwohnung bei Abriss und Neubau
Eine "neue, bisher nicht vorhandene" Wohnung i. S. von § 7b Abs. 2 Nr. 1 EStG in der Fassung des Streitjahres (2020) liegt nicht vor, wenn die durch eine Baumaßnahme geschaffene Wohnung zwar "neu" im sprachlichen Sinne ist, hierdurch aber der zuvor vorhandene Bestand an Wohnungen auf dem Grundstück nicht…
Ferienwohnungen: Wann werden Verluste aus der Vermietung von Ferienwohnungen anerkannt?
Der BFH hat mit Urteil vom 12.08.2025 (Az. IX R 23/24) klargestellt, dass bei einer ausschließlich Feriengästen angebotenen Ferienwohnung von der Absicht auszugehen ist, einen Einnahmeüberschuss zu erzielen, wenn die ortsübliche Vermietungszeit nicht erheblich unterschritten wird. Dabei kommt es auf die durchschnittliche Auslastung innerhalb von drei bis fünf Jahren an.…
E-Mobilität: Steuerliche Behandlung von Ladevorrichtung und Stromgestellung bei Arbeitnehmern
Ladevorrichtungen (sog. Wallboxen) werden für jedes Elektrofahrzeug benötigt. Hierfür hat der Gesetzgeber erhebliche Vergünstigungen im Rahmen der Lohnabrechnung eingeführt. Sowohl die Überlassung als auch die Übereignung sind im Lohnbereich begünstigt. Ebenso wurden für die Erstattung von Stromkosten durch den Arbeitgeber einige Vereinfachungsregelungen hinsichtlich des Auslagensatzes festgelegt. Bevor diese Varianten im…
Angabenordnung | Änderung von Steuerbescheiden bei elektronischer Datenübermittlung durch Dritte
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass ein Steuerbescheid stets geändert werden kann, wenn elektronisch übermittelte Daten bisher nicht oder nicht zutreffend berücksichtigt wurden. Es kommt hierbei nicht darauf an, ob der Inhalt der Daten dem Finanzamt bereits bekannt war. Dies hatte sich im entschiedenen Fall zugunsten des Finanzamts ausgewirkt, gilt aber…
Einkommensteuer | Opfer eines Trickbetrugs kann Vermögensverlust nicht als außergewöhnliche Belastung geltend machen
Private Vermögensverluste aus einem Trickbetrug, bei dem die Täter einem älteren Menschen am Telefon die Notlage eines nahen Angehörigen vortäuschen, sind grundsätzlich nicht als außergewöhnliche Belastungen nach § 33 EStG abzugsfähig (FG Münster, Urteil v. 2.9.2025 - 1 K 360/25 E). Sachverhalt: Die zum Tatzeitpunkt 77 Jahre alte Klägerin erhielt…
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